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Das Netzwerk Displaced Persons-Forschung

Seit 2011 formiert sich ein internationales Netzwerk von Expert_Innen und Nachwuchswissenschaftler_Innen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die historiographische Aufmerksamkeit für die DP-Forschung zu schärfen. Den Auftakt zu diesem Vorhaben bildete im November 2011 der Workshop "Dimensionen der Displaced Persons-Forschung" im polnischen Słubice, gefolgt von einer Tagung „Dimensionen der Displaced Persons-Forschung II“ im April 2013 am Akademiezentrum Sankelmark bei Flensburg.


So vielfältig wie die Menschen und Nationalitäten, die sich hinter dem von den Alliierten im Zuge des Zweiten Weltkrieges geprägten Begriff „Displaced Persons“ (DPs) verbergen, so verschieden sind auch die derzeit im Netzwerk vertretenen Forschungsansätze, Fragestellungen und Untersuchungsgegenstände:

  • Diskussion der Definition von Displaced Persons
  • Forschungen zu einzelnen nationalen Gruppen von DPs
  • Untersuchungen zu einzelnen DP-Camps
  • Beziehungen der DPs zu den Besatzungsmächten und internationalen Hilfsorganisationen
  • Beziehungen der DPs zur deutschen Nachkriegsgesellschaft
  • das Schicksal der Repatriant_Innen
  • die bislang in der DP-Forschung vernachlässigte französische Besatzungszone in
    Deutschland
  • die Integration der so genannten "Heimatlosen Ausländer" in die Gesellschaft der
    Bundesrepublik Deutschland nach 1950
  • Studien zu DPs außerhalb der westdeutschen Besatzungszonen, beispielsweise in
    Dänemark, Österreich, Argentinien
  • die Geschichte von Immigrantenverbänden ehemaliger DPs in der ganzen Welt
  • Kinder und Jugendliche als DPs
  • DPs als Studenten und Wissenschaftler
  • Architekturgeschichte von DP-Synagogen
  • künstlerische Repräsentation und individuelle Verarbeitung des DP-Schicksals
  • Darstellungen von DPs im Film
  • Strategien der Vermittlung der DP-Thematik in der Öffentlichkeit
  • pädagogische Integration von DPs in Curricula an Schulen und Universitäten


Das Netzwerk plant weitere Workshops, um die DP-Forschung zu bereichern sowie die Publikation aktueller und künftiger Tagungsergebnisse.


Das „Netzwerk Displaced Persons-Forschung“ ist zu Gast auf den Webseiten der Abteilung Osteuropäische Geschichte der Universität Bonn. In der Vergangenheit hat die Abteilung immer wieder sowohl zur Geschichte von NS-Zwangsarbeit als auch zu Displaced Persons Projekte und Lehrveranstaltungen durchgeführt und die Organisation der Tagung „Dimensionen der Displaced Persons-Forschung II“ unterstützt. Vor diesem Hintergrund ist das Netzwerk hier gut aufgehoben und freut sich auf weitere gute Zusammenarbeit.

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